BEW-Förderantrag für kalte Nahwärme gestellt
Der Genossenschaftsvorstand hat im Januar einen Förderantrag für ein kaltes Nahwärmenetz beim BAFA im Rahmen der Bundesförderung effiziente Wärmenetze gestellt.
Es geht um eine neue Machbarkeitsstudie (MBS – Modul 1). Sie ist notwendig, da bisherige Untersuchungen sich nur mit einem warmen Netz bzw. mit Optionen beschäftigt haben, die sich als nicht realisierbar herausstellten. Der neue Förderantrag wurde für das gesamte zukünftige Versorgungsgebiet der Genossenschaft gestellt, also für alle Straßen an denen die Gebäude der Genossenschaftsmitglieder liegen. Das sind der Zikadenweg und der Eichkatzweg sowie Abstecher in die Waldschulallee, den Lärchenweg, den Maikäferpfad, den Kiefernweg, den Kühlen Weg und die Alte Allee. Die genaue Trassenführung kann man der Karte oben entnehmen. Damit hofft der Vorstand perspektivisch fast allen Mitgliedern der Genossenschaft ein Wärmelieferangebot machen zu können.
Geprüft werden soll ein kaltes Nahwärmenetz mit Erdsonden, einem Leitungsnetz und Wärmepumpen in den Häusern. Die Grundannahmen für die Wirtschaftlichkeit sind zum einen, dass die Bauabschnitte je nach tatsächlicher Anschlussquote auch unabhängig voneinander realisiert werden können. Zum anderen soll aber auch geprüft werden, welche wirtschaftlichen Vorteile ein Zusammenschluss der Abschnitte bringen könnte. Zu Beginn sollte mit einer Wärmeabnahme durch die bestehenden 71 Mitglieder gerechnet werden, die ein Gebäude im Versorgungsgebiet haben, beim vorläufigen Endausbau mit 100 Anschlussnehmern.
Warum ein neuer Förderantrag?
Die Antragstellung im Rahmen der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) ist notwendig geworden, da das Land Berlin die BENE 2-Förderung faktisch eingestellt hat. Zuletzt gab es die Hoffnung, es könnten noch Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes in das Programm BENE2 fließen und damit der geplante Ansatz von 20 Mio. € für 2026 im Entwurf des Doppelhaushaltes 2026/27 verdoppelt werden. Berlin wird insgesamt 5. Mrd. € aus dem Sondervermögen erhalten. Eine Absage der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt für BENE 2 haben wir noch nicht bekommen. Je länger das Verfahren nun dauert, umso mehr schwindet die Hoffnung. Anfang März jährt sich unsere Einreichung der Förderskizze.
Die Vorteile der BEW-Förderung sind die klaren Kriterien und die hohe Förderwahrscheinlichkeit. Der Nachteil ist die lange Wartezeit von sechs Monaten auf einen Förderbescheid für Modul 1 und von mindestens zwei Jahren bis zur Fertigstellung eines Wärmenetzes. Falls das gesamte Vorhaben über BEW gefördert wird, kann erst im Frühjahr 2029 mit einem Betrieb des Netzes gerechnet werden.
Neues Ingenieurbüro
Grundlage für den Antrag war auch das Angebot einer Bietergemeinschaft bestehend aus dem Ingenieurbüro watts sustainable und geoENERGIE Konzept für die Planung. Die Bietergemeinschaft wird unter der Voraussetzung, dass der Antrag bewilligt wird, die Planung des Wärmenetzes übernehmen. Wir sind sehr froh, wieder ein Ingenieurbüro gefunden zu haben mit dem wir gern zusammenarbeiten möchten